Twisted Pair oder Koax-Kabel werden
zunehmend durch LWL ersetzt.
Entfernung
Lichtwellenleiter arbeiten auch bei
größeren Abständen als 90 m zuverlässig bis
zu 3 km, spezielle Kabel bis 600 km ohne Verstärkung.
Störungen
Lichtwellenleiter lassen sich nicht durch elektromagnetische Felder
beeinflussen. Sie fangen keine Störungsspitzen ein und stören
selbst nicht die Umgebung. Übertragung von Daten und Tonsignalen
für Sicherheitskameras bei Industriefernsehen, Datenübertragung
von KFZ-Werkstätten (Störung durch Motoren).
Potentialtrennung
Lichtwellenleiter sind Isolatoren, Erdschleifen müssen nicht
beseitigt werden, weil sie nicht entstehen können. Übertragung
von der Werkstatt zur EDV-Zentrale.
Überspannungsschutz
Ob durch Überspannung im Netz oder Blitzschlag in ein Datenkabel,
das Kabel bleibt betriebsbereit. LWL-Netze zeichnen sich durch
eine rausch-, verzerrungs- und störungsfreie Übertragung aus.
EX-Schutz
Keine Funkenbildung bei Trennung oder Kabelbruch, Stecker- konfektion
ohne Strom. Füllstandkontrolle oder prüfen der Zusammensetzung
von Gasen oder Flüssigkeiten in chemischen Betrieben.
Größe
Kleiner Durchmesser, geringes Gewicht, kleine Wanddurchbrüche,
kleine Kabellasten für abgehängte Decken.
Zukunftssicher
LWL-Netze arbeiten protokolltransparent. Bereits installierte
Ethernet-Segmente können problemlos durch Einsatz einer anderen
Elektronik auf Übertragungsprotokolle mit höherer Geschwindigkeit
umgerüstet werden. Die Verkabelung bleibt dabei unverändert,
z. B. Änderung von Ethernet auf ATM.
Spektroskopiefasern
(400µ, 600µ, 800µ)
für den UV- oder Infrarotbereich werden in der Chemieindustrie
zur laufenden Analyse verwendet.
Sensorfasern
(100µ/140µ)
in Kraftwerken zur Generatorüberwachung (Schwingungsanalyse).
Automatisierungstechnik
(200µ/230µ)
für Schweissroboter oder Erodiermaschinen.
Die Faser selbst besteht aus Siliziumdioxid
und ist anfällig gegen Mikrorisse und enge Biegungen. Schützende
Coatings sind meist Kunststoffe, die keine hohen Temperaturen
vertragen.
Diese Fasern können auch mit verschiedenen Metallen beschichtet
werden, um sie gegen hohe Temperaturen oder große Temperaturschwankungen
zu schützen. Durch das Metall-Coating wird auch der mögliche
Biegeradius stark verringert - die Faser ist also viel flexibler
als mit Kunststoff-Coating.