Der Umgang
mit Glasfasern unterscheidet sich vollständig vom Arbeiten
mit Kupferkabel. Das beginnt
beim Biegeradius des Kabels und endet beim Säubern der Stecker.
Der Biegeradius des Lichtwellenleiter-Kabels
ist größer als der eines Kupferkabels. Starkes Knicken
führt bei vielen Kupferkabeln nicht zur Zerstörung,
enge Biegeradien stören erst bei Cat5 und höherwertigen
Kabeln. Glasfaserkabel sind in diesem Punkt etwas empfindlicher.
Wurde ihr Mindest-Biegeradius zu stark unterschritten oder das
Kabel gar geknickt während der Montage, können Fasern
gebrochen sein. Wird dieser Fehler gefunden, nachdem alle Stecker
montiert oder Pigtails gespleißt wurden, ist die Folge eine
sehr teure Reparatur oder der teure Austausch des Kabels.
Die Kabel (Fasern) können
nicht direkt in die Endgeräte eingesteckt werden. Deshalb
ist der Übergang immer ein Stecker. Es gibt verschiedene
Methoden dies zu realisieren:
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Steckerkonfektion an Breakout-
oder Mini-Breakoutkabel
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Fasern von Bündeladerkabel
aufteilen in 0,9 mm oder 2,7 mm Leerrohr mit nachfolgender Steckerkonfektion
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Spleißen von Pigtails
(Faserm mit einem konfektionierten Stecker) mit den Fasern aus
dem Bündeladerkabel.
Steckerqualitäten, Polierverfahren, Polierergebnisse,
Beurteilung mit dem Mikroskop...
Diese Themen und viele andere werden in unserem Seminar
behandelt.
Der Umgang mit Crimpzange, Kleber, Poliermaterial,
Mikroskop und das Messen der fertigen Leitungen werden in kleinen
Gruppen geübt.
Zum Unterricht gehört ein Begleitheft und wir
empfehlen Literatur, die erworben werden kann.
Bevor Sie Geräte oder fertige Koffer von
Steckerherstellern kaufen, lassen Sie sich beraten!
Diese Koffer sind häufig nur zur Konfektion
dieses speziellen Steckers geeignet. Manche Koffer sind auch nur
Reparaturkoffer. D.h. zur schnellen Reparatur geeignet, die Stecker
müssen aber später durch eine richtige Konfektion dauerhaft
repariert werden.
Stecker, die ohne Kleber auskommen, und Stecker
mit Heißschmelzklebern sind für verschiedene Anwendungen
sinnvoll, aber nicht überall einsetzbar.
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